Bürgerinitiative für Transparenz in Henstedt-Ulzburg
Bürgerinitiative für Transparenz in Henstedt-Ulzburg

Neubau Langbehn-Block   -Trauerspiel in mehreren Akten-

> geplanter Wohnblock mit 8 Wohn-

   einheiten in Einzelhaussiedlung

> ~12,5m Höhe überragt alle Anliegerhäuser

   (2 Vollgeschosse, 1 Staffelgeschoss, 1 Dachboden)

> Verdichtung 1 zu 8! (vorher Einfamilienhaus

   von Werner Hesebeck

 

> B-Plan 90: 2. Änderung 2011; Fertigstellung 2015

Gekämpft und zurückgewiesen. Wir haben verloren, jedoch viel Erkenntnis gewonnen.… und sind noch nicht am Ende!!!

Als das schöne Haus von Herrn Hesebeck abgerissen wurde, bildete sich der Widerstand im Kronskamp gegen die anstehende übermäßige Bebauung. Neben den medialen Veröffentlichungen zu der fragwürdigen Baumaßnahme, klagte ein direkt betroffener Nachbar, unterstützt von etlichen weiteren Anwohnern.

Hilfe fanden die Anwohner bei dem Kieler Fachanwalt Dr. Färber. Dieser konnte den Werdegang der Änderung des Bebauungsplans kaum fassen! So viele Ungereimt­heiten waren auch für ihn nicht alltäglich.

In der Klageschrift formulierte es Dr. Färber wie folgt: „Die 2. Änderungsfassung des Bebauungsplanes Nr. 90 „Kronskamp" der Gemeinde Henstedt-Ulzburg ist rechtswidrig und unwirksam.“

Es mag sein, dass Herr Langbehn eine „rechtmäßige“ Baugenehmigung besitzt, doch diese scheint auf einem rechtswidrigen Bebauungsplan zu Fußen.

UND: die Baugenehmigung ist nach wie vor NICHT rechtskräftig, da immer noch offizielle Einsprüche gegen diese laufen! Bisher gibt es lediglich zwei Beschlüsse, aber noch kein Urteil!!!

Leider gibt das deutsche Nachbarschaftsrecht (eines der schlechtesten in ganz Europa!) kaum Möglich-keiten eine erteilte Baugenehmigung durch eine private Klage anzufechten.

Man sollte immer im Hinterkopf haben, dass es neben dem „gerichtlichen“ Recht auch ein moralisches Recht gibt…. Und dieses ist hier ignoriert worden.

In der zweiten Instanz beim Oberverwaltungsgericht in Schleswig, wurde nach der Abweisung der Klage durch das Verwaltungsgericht, nun auch von diesen Richtern das Verfahren der Anwohner gegen die Baugenehmigung abschlägig bewertet.

Trotz der eindeutigen Hinweise zu der Unrecht-mäßigkeit des grundlegenden Bebauungsplans, wollten beide Gerichte nicht auf diese Argumente eingehen, da eben solche Klagen aus dem Nachbar-schaftsrecht leider kaum Gehör finden. Eine Klage, gegen Verwaltung und/oder Kreis, um diesen unrecht-mäßigen Bebauungsplan nachträglich zu kippen, war so leider nicht möglich… Zitat Dr. Färber: „Entsprechend unseren Ausführungen in der Antrags- begründung vom 21.01.2015 spricht sehr Vieles dafür, dass der dem nachbarlichen Bauvorhaben zu- grundeliegende Bebauungsplan der Gemeinde Henstedt-Ulzburg in seiner angewendeten 2. Änderungsfassung unwirksam ist mit der Folge der zwingenden Rechtswidrigkeit der angefochtenen Bau- genehmigung. Da das nicht plankonforme Bauvor- haben der Beigeladenen und dessen objektive Rechts- widrigkeit nach Auffassung des VG Schleswig aller- dings nicht zurückgeht auf eine Verletzung nachbar- schützender Festsetzungen des Bebauungsplanes Nr. 90 der Gemeinde Henstedt-Ulzburg in seiner - nach wie vor - gültigen Ursprungsfassung, bleibt eine Baunachbarklage gleichwohl und trotz objektiver Rechtswidrigkeit der angefochtenen Baugenehmigung erfolglos. Aus diesem Grunde und wegen fehlender Entscheidungsrelevanz lässt das VG Schleswig die Frage der Wirksamkeit der 2. Änderungsfassung des Bebauungsplanes Nr. 90 der Gemeinde Henstedt-Ulzburg auf Seite 5 der Beschlussgründe folglich offen.

Auf diese nur kleine Chance, den großen Bau stoppen zu können, hatte Dr. Färber bereits im Vorfeld hinge- wiesen, aber die Anwohner wollten nichts unversucht lassen, um den „Langbehn“-Block noch zu stoppen oder zumindest weitere, ähnlich entstandene, Bebauungspläne rechtzeitig aufzuhalten.

Wir werden in den nächsten Tagen alle prozeß-relevanten Dokumente natürlich auf unserer Homepage veröffentlichen (zu finden hier), damit jeder sich selber einen Eindruck verschaffen kann, denn zu verbergen haben wir nichts.

Der moralischen Schlag ins Gesicht für die, durch die Verwaltung unzureichend informierten Anwohner, des Kronskamps tut weh (Zitat Färber: „Es fehlt an einer ordnungsgemäßen öffentlichen Auslegung des Planentwurfs im Zuge des Planaufstellungs-verfahrens. Eine solche erfordert gem. § 3 Abs. 2 BauGB eine ortsübliche Bekanntmachung, welche nach der Rechtsprechung des Bundesverwaltungs-gerichts in Form einer sog. Anstoßfunktion die Aufgabe besitzt, den an der Bauleitplanung interessierten Bürger sein Interesse an Information und Beteiligung durch Anregung und Bedenken bewusst zu machen und dadurch eine gemeindliche Öffentlichkeit herzustellen".“), aber Verwaltung und Politik haben uns allen ja Besserung versprochen und auf eben diese versprochene Bürgerbeteiligung sind wir sehr gespannt.

05.05.2015

Aktuelle Pressestimmen

Anwohner machen mobil!

Der Protest im Kronskamp gegen den massiven Wohnblock von Bernd Langbehn geht weiter!

Hier die Links zum Artikelverlauf in den Ulzburger-Nachrichten:

a) Kronskamp-Aufstand

b) Kronskamp-Aufstand: Jetzt spricht Langbehn...

c) Kronskamp-Sprecher Pütz zu Langbehn...

d) Bauarbeiten gehen los - Kronskamp-Protest....

Offener Brief aus dem Kronskamp

Im zeitlichen Ablauf...

Segeberger Zeitung, 2. Juni 2014: Legale Bausünden sind vom Ärgernis...

 

Kommentar, 2. Mai 2014: Hesebeck lässt seinen Anwalt sprechen

 

Ulzburger-Nachrichten: 23. Apr. 2014: Politiker verteidigen erneut...

 

Norderstedt-Zeitung, 22. Apr. 2014: Protest gegen Wohnhaus im Kronskamp

 

Ulzburger-Nachrichten: 10. Apr. 2014: Kronskamp Protest zeigt Wirkung...

 

Ulzburger-Nachrichten: 6. Apr. 2014: Werner Hesebecks Haus abgerissen

Die Bürgerinitiative ist aus- schließlich darauf ausgerichtet, aktuelle oder kommende Bau- vorhaben in der Gemeinde Henstedt-Ulzburg und die Dorf- planung kritisch zu hinterfragen und einer (fortschreitenden) massiven Innenverdichtung & Vernichtung von Grünräumen entgegenzuwirken.

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