Bürgerinitiative für Transparenz in Henstedt-Ulzburg
Bürgerinitiative für Transparenz in Henstedt-Ulzburg

Kommentar

Von Rechtsverdrehern und Schlafmützen...

…spricht der Volksmund oft, wenn er Anwälte und Verwaltungs-beamte umschreibt. Dies geht sicherlich auch darauf zurück, dass Anwälte Gesetzestexte interpretieren, aber auch darauf, dass Anwälte oft recht eigenwillige Erklärungen abgeben. So geschehen jetzt durch einen Anwalt, bestellt von Herrn Bernd Langbehn, den Bauherrn im Kronskamp 10 und Geschäftsführer des Möbelhauses Hesebeck, an die Familie Pütz im Kronskamp.

Es wirkt schon recht befremdlich, mit welchen fadenscheinigen Argumenten der Anwalt hier den Anwohnern gegenüber tritt. Natürlich kochen bei einem solchen überzogenen Wohnblock-projekt in einer beschaulichen Einfamilienhaussiedlung die Gemüter hoch, aber den Anwohnern öffentliche „Boykottaufrufe“ zu unterstellen, wirkt zumindest skurril. Es ist fraglich, ob diese Stellungnahme qualifiziert war und warum durch den Bauherren plötzlich so ein Druck ausgeübt wird, obwohl seitens der Anwohner vernünftige Vorschläge für das Bauprojekt unterbreitet wurden! Im Folgenden zwei Zitate aus dem anwaltlichen Schreiben:

 

„Auch wenn Ihnen das Bauvorhaben der Herren Langbehn nicht gefällt, sind Sie nicht dazu berechtigt, durch Boykottaufrufe die Firma Möbelhaus Hesebeck zu schädigen……

 

Sie (Anmerkung: gemeint ist die Mandantin, also das Möbelhaus) wird sich allerdings wehren müssen, schon im Interesse ihres wirtschaftlichen Wohlergehens und des damit zusammen­hängenden Schicksals der von ihr eingerichteten Arbeitsplätze. In der Belegschaft des Betriebes ist aufgrund der Berichterstattung Unruhe entstanden aufgrund der Sorge um den Bestand der Arbeitsplätze. Aus diesem Grunde wurde die Geschäftsführung gebeten, hier umgehend aktiv zu werden zur Meidung künftiger Schäden.“

 

Fragen an einige Mitarbeiter des Möbelhauses ergaben, dass zumindest diese nicht ihren Geschäftsführer gebeten hatten, die Familie Pütz (bzw. alle Kronskamp-Anwohner) mundtot zu machen, aus Angst um ihre Arbeitsplätze! Warum schiebt ein Geschäftsführer seine Angestellten so vor? Ist er unsicher, ob er nicht vielleicht doch zu leichtfertig die Nachbarschaft seines Bauvorhabens übergeht und so seinem eigenen Unternehmen schadet und dies aber nicht eingestehen will? Dies sind zwar reine Spekulationen, aber allemal eine Überlegung wert.

 

Das Anwälte auch qualifizierte und gute Aussagen machen können und mittels gutem Fachwissen die „unwissende“ Bevölkerung unterstützen können, bewies ein Gespräch von 3 Partien der Bürger­initiative „HU-transparent“ bei einem Fachanwalt für Baurecht. Diese umfassende und verständliche Beratung lässt die Anwohner im Kronskamp hoffen, dass der Bau noch gestoppt oder nur unter massiven Auflagen fertiggestellt werden kann.

Der Anwalt erklärte aber auch, dass die Begründung für die 2. Änderung des Bebauungsplans 90 (Kronskamp) eindeutig eine Interessentenplanung zu Lasten der Bürger darstelle. Seiner Analyse nach ist die Verwaltung hier mehr als eindeutig einem Vorhabensträger gefällig gewesen! Er gestand aber auch ein, dass dieses schon so „verpackt“ sei, dass ein Normalbürger ohne rechtliches Hintergrundwissen dies nicht sofort sehen könne.

Wie könnte es sonst dazu gekommen sein, dass alleinigst der Kronskamp 10 ein doppeltes, großes Baufenster bekommen hat, in einer Größenordnung, wie es schon damals nicht ins Straßenbild gepasst hätte, geschweige denn, etwas mit "Rücksicht im nachbarschaftlichen Verhältnis" zu tun hat.

Weder das Wohl noch die Interessen der Anwohner und Nachbarn wurden zu irgendeinem Zeitpunkt mit einbezogen.

 

Warum versucht die Verwaltung mit ihren Fachleuten immer wieder den Bürger und die ehrenamtliche Politik zu verwirren, zu manipulieren und gezielt schlecht oder verschleiert zu informieren? Oder hat hier ein Beamter in der Verwaltung nur „geschlafen“? Dann wiederum würde er dem Volksglauben gerecht werden und schlicht und einfach eine Schlafmütze sein….

 

Fazit: Der mündige Bürger von Henstedt-Ulzburg sollte sehr genau ALLE B-Plan Änderungsan­kündigungen von der Verwaltung lesen und NICHT davor zurückschrecken diese mit Hilfe von Fachanwälten anzugehen! Dies haben leider die Anwohner des Kronskamps bei der zweiten Änderung des B-Plans versäumt.

Gefälligkeiten und Interessentenplanungen mittels Verschleierungstaktiken dürfen wir uns nicht mehr durch die Verwaltung und Politik gefallen lassen!

 

 

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