Bürgerinitiative für Transparenz in Henstedt-Ulzburg
Bürgerinitiative für Transparenz in Henstedt-Ulzburg

Kommentar

Hesebeck Erbe lässt seinen Anwalt sprechen

Im Herzen Ulzburgs, nahe des Zentrums liegt die Einzelhaussiedlung Kronskamp eine gewachsene, schmale und (bisher) ruhige Einbahnstraße.

Im Rahmen völlig missverstandener und über­zogener Innenverdichtung wurde gerade das Einzelhaus des verstorbenen Möbel­haus­chefs Werner Hesebeck abgerissen. Seine Erben wollen jetzt in diese Einfamilienhaus­siedlung einen monströsen Wohnblock pfropfen, der in seinen Dimensionen alle dort bereits befindlichen Häuser buchstäblich in den Schatten stellen wird. Der Klotz mit 3 Geschossen plus einem Satteldach wird fast 12,50m hoch ragen, 24m lang sein, 8 exklusive Wohneinheiten bieten und genau zwischen zwei Einfamilien- sowie einem Doppelhaus gebaut werden. Eine Verdichtung im Verhältnis 1 zu 8 kann nicht als moderate Verdichtung angesehen werden!

Verwirrend, nicht nur für die Anwohner des Kronskampes, ist es auch, dass nur für dieses Grundstück Sonderregelungen gelten -dieses bedarf dringend einer Klärung. Augenscheinlich besteht hier ganz eklatant Nachholbedarf seitens der Gemeindever-waltung.

Es ist nicht nur die schiere Größe des Gebäudes, sondern auch die von 8 zusätzlichen Wohneinheiten ausgehende Verkehrsbelastung (zwei Fahrzeuge pro Wohneinheit sind in Henstedt-Ulzburg nicht unüblich!) –nicht nur für die schmale Einbahnstraße, sondern auch für die ohnehin schon extremst belastete Hamburger Straße!

Nachdem bereits vor Ostern die Anwohner fast geschlossen gegen diesen bevorstehenden „Monumentalbau“ Flagge gezeigt hatten und auch die Presse sehr ausführlich über diesen Protest berichtet hatte, versucht nun der Bauherr Bernd Langbehn über seinen Anwalt auf die Anwohner einzuwirken. Ein entsprechendes Schreiben seines Anwaltes wurde Familie Pütz übergeben. Ein fairer Austausch untereinander, also mit „offenem Visier“ (Zitat B. Langbehn), sieht anders aus.

Dies nahmen einige engagierte Bürger nun zum Anlass und gründeten eine Bürgerinitiative, die sich gegen diese Art der Massivverdichtung und vor allem Intransparenz bei Bauvorhaben in der Gemeinde einsetzen will. Unter dem Titel „HU-transparent“ wird es weitere Aktionen geben, um der Verwaltung und den Politikern zu zeigen, dass sich der mündige Bürger nicht mehr verschaukeln lässt und endlich Transparenz wünscht!

Es wäre so einfach, die von Baumassnahmen direkt betroffenen Anlieger z.B. über das Verteilen von Infomationsblättern "abzuholen" und somit proaktiv den Bürger zu informieren und ggf einzubinden.

Der Zweck der Bürgerinitiative ist darauf ausgerichtet, aktuelle und kommende Bauvorhaben in der Gemeinde Henstedt-Ulzburg und die Dorfplanung kritisch zu hinterfragen und einer (weiteren) massiven Innenverdichtung und Vernichtung von Grünräumen entgegenzuwirken.

Verwaltung, Politik und Bauherren müssen spüren, dass sich Einwohner für Ihre Gemeinde engagieren und nicht mehr alles unkommentiert tolerieren. Politik-/Verwaltungs­verdrossenheit kommt auch durch mangelnde Transparenz, nicht vorhandenes Einfühlungs­vermögen, Ignoranz und schlicht Arroganz, die dem „normalen“ Bürger entgegen­gebracht wird!

Es ist ein Unding, dass sich Bürger sagen lassen müssen: „tja, in zehn Jahren stehen dort sowieso keine Einzelhäuser mehr und über ihre „Probleme“ spricht dann eh keiner mehr.“

Verwaltung und Politik sind beide aufgefordert diesen –bereits eingestandenen- Fehler, der durch die 2. Änderung des Bebauungsplans erst ermöglicht wurde, umgehend zu korrigieren! Hier –und nicht nur hier- wird aktuell der Bürgerwille mit Füßen getreten und Spekulanten und finanzkräftigen Bauherren Tür und Tor geöffnet, ohne an die Einwohner oder gar das Dorfbild unserer Gemeinde zu denken!

Die überragende Mehrheit aller Einwohner hatte sich für die Gemeinde und gegen die Stadt ausgesprochen. Das Argument des Bauherren, er würde hier auf Wunsch der Politik zentrumsnahen barrierefreien Wohnraum schaffen, bedeutet gleichermaßen, er tritt den schon barrierefrei wohnenden, älteren Anwohnern des Kronskamps, massiv auf die Füße.

In einer Straße wo jeder jeden kennt und viele Anwohner die älteren Häuser liebevoll restauriert haben, kommt nun ein Investor daher und meint, genau diese Häuser stünden dort in zehn Jahren eh nicht mehr?? Dazu kann man nur sagen: Aha…dann schauen wir doch mal, was in zehn Jahren ist. Die jüngeren Anwohner jedenfalls fühlen sich von solchen Aussagen beleidigt, da diese –wie auch einige weitere Familien im Alter von 35-55 Jahren- durchaus noch länger als 10 Jahre in ihren Eigenheimen im Kronskamp leben möchten!

Kein Bürger kann etwas für die augenscheinlich überforderte und versagende Ortsplanung und viele sind enttäuscht von Verwaltung und Politik. So kann es in HU nicht weitergehen.

 

 

Die Bürgerinitiative ist aus- schließlich darauf ausgerichtet, aktuelle oder kommende Bau- vorhaben in der Gemeinde Henstedt-Ulzburg und die Dorf- planung kritisch zu hinterfragen und einer (fortschreitenden) massiven Innenverdichtung & Vernichtung von Grünräumen entgegenzuwirken.

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SZ: 2. Juni 2017

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